Wenn es dir den Boden unter den Füßen wegreist…

Verwirrend. Unverständlich. Unerwartet. Unvermeidlich. Verletzend.

Ja ich bin mal wieder hier und schreibe. Schreibe mir alles von der Seele. Alles was mich bedrückt muss mal wieder raus, ich hab das Gefühl sonst bald zu platzen.

Es ist passiert…das Unvermeidliche ist eingetroffen! Kevin hat mit mir Schluss gemacht. Ich wusste das es passieren würde…aber trotz allem kam es so unerwartet. Es war nur eine Nachricht per Whatsapp, das war alles, das soll alles gewesen sein, das ist also alles was ich ihm wert bin. Ich fühle mich so wertlos, wie der letzte Dreck. Ich fühle mich außerdem verarscht. Eine Woche vorher, nicht viel Zeit die vergangen ist, schreibt er noch wie wichtig ich bin, das er mich wirklich liebt. Und dann eine Woche später soll das alles vorbei sein?! Er hat es geschafft mit einer Nachricht alles kaputt zu machen. Alles wofür wir so lange gekämpft haben. Alles was er so lange wollte und von mir erwartet hat. Alles was mir so schwer fiel, für das ich mit mir so gerungen habe, für das ich über meinen eigenen Schatten gesprungen bin, für das ich meine Stimme im Kopf immer wieder überstimmt habe, für das ich meine Angst in die Grenzen wies…was sicher das schwerste an der ganzen Sache war. Meine Angst. Wie immer hat sie sich mir und meinen Bedürfnissen in den Weg gestellt. ABER NEIN…ich hab es irgendwie geschafft meine Angst und alle Selbstzweifel zu überwinden. Und was hab ich jetzt davon? Ein gebrochenes Herz. Traurig aber wahr.

Ich wollte eigentlich keine Beziehung…naja also eigentlich schon…ach das ist kompliziert. Klar wollte ich mit ihm zusammen sein. Es war das erste mal seit Robert-Zeiten das ich wieder Gefühle für einen Kerl hatte. Bei Robert war es der große Knall, Liebe auf den ersten Blick, rosarote Brill inklusive…ich denke die große Liebe begegnet einem nur einmal im Leben, und das war sie. Aber bei Kevin hab ich mich gut gefühlt. Wir kennen uns jetzt seit 8 Jahren, wir waren immer befreundet, haben nie gestritten und er hat mir damals als ich mich von Robert getrennt habe viel geholfen. Er hat mir schon nach dem ersten halben Jahr als wir uns gekannt haben gesagt das er sehr viel für mich empfindet und mit mir zusammen sein will. Als Robert mich geschlagen, eingesperrt und gestalkt hat…Kevin war immer da. Ich war ihm so dankbar. Wir waren, nachdem er lange darum gekämpft hat, schon mal zusammen. Aber wenn ich ehrlich bin war ich damals nur mit ihm zusammen, weil ER es unbedingt wollte, nicht weil ICH es wollte. Ich hatte wohl Angst wenn ich es nicht mit im probiere, das ich ihn dann irgendwann als Freund verliere. Aber ich hab gemerkt wie verlogen es ist was ich tue und ich wollte fair sein. Deshalb habe ich damals mit ihm Schluss gemacht und ihn gebeten mich als Freund nicht zu verlassen. Es hat geklappt. Er ist bei mir geblieben, er hat seine Gefühle zurück gestellt und es war alles wie vorher. Aber weg gingen seine Gefühle nicht…das hat er mir immer wieder gesagt. Und dann plötzlich Anfang des Jahres hat es bei mir Klick gemacht. Auf einmal war da etwas…so Schmetterlinge im Bauch, vermissen und auch Verliebtheit. Ich wollte plötzlich mehr als „nur“ Freundschaft. Ich sagte ihm das und er war überglücklich. Auch ich habe mich dabei wohl gefühlt und alles war gut. Und jetzt kriege ich eine Nachricht von ihm in der drinnen steht “ er habe viel über uns nachgedacht und es reicht nicht für eine Beziehung“. Was soll ich da nur denken? Außer das er mich verarscht hat und das ich ihm anscheinend gar nichts wert bin wenn er einfach per Whatsapp Schluss macht.

Ich bin fertig. Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll. Ich fühle mich einsam und allein gelassen. Jetzt könnte ich natürlich wieder Mist bauen und mir wieder irgendwelche Typen für schnellen Sex anlachen. Aber nicht etwas weil ich Sex schön finde und es mir Spaß macht…Nein, sondern nur um mir selbst weh zu tun. Sex ist ein schwieriges Thema für mich. Ich verstehe nicht was andere Mensche daran gut finden. Für mich zählt es nur als Selbstverletzendes Verhalten, weil ich es tue um mich zu verletzen. Also lass ich es lieber oder suche ich mir paar Typen? Die Psychologen aus meiner Klinik haben das Promiskuität genannt…ach die haben doch eh für alles einen Namen und eine Diagnose. Einfach verrückt. Ich weiß es nicht…ich bin verwirrt. Ich kann im Moment keinen klaren Gedanken fassen. Im Moment bin ich eh dauernd zugedröhnt. Alkohol und Joints sind meine besten Freunde tagtäglich. Ich weiß das ist nicht gesund für mich, aber ich komme zur Zeit einfach nicht anders klar….also was soll ich tun?

In die Klinik gehen ist keine Option. Ich bin noch in Probezeit und möchte meine neue Arbeit nicht verlieren. Außerdem habe ich keinen Bock wieder fixiert zu werden und eingesperrt zu sein ohne Ausgang. Da drehe ich durch. Also Klinik…No-Go! Nun habe ich meine Konsequenz aus der ganzen momentanen Situation gezogen und bin zu meiner Mutter gezogen. Das ist natürlich bei weitem nicht optimal aber wenn es nicht anders geht muss ich da jetzt durch. Ich hatte einfach meinen Umgang mit den Tabletten nicht mehr im Griff. Ich hatte meine Selbstverletzungen nicht mehr im Griff. Ich hatte meine Suizidgedanken nicht mehr im Griff. Jetzt wo ich bei meiner Mutter eingezogen bin, muss ich mich etwas zusammen reisen. Meine Tabletten hab ich ihr freiwillig abgegeben, die hat sie weg gesperrt so das ich nicht mehr dran komme und legt mir vier mal Tag meine Tabletten raus. Das ist denke ich zur Zeit die beste Lösung, da ich sonst nur noch Medikamentenmissbrauch betreiben würde. Den Alkohol und das Gras lass ich mir natürlich nicht verbieten…irgendwie betäuben muss ich mich ja. Ich will den Schmerz nicht spüren.

Genauso schlimm ist das ich keinen Kontakt mehr mit Beate habe. Sie möchte irgendwie nicht. Und ich möchte ihr auch nicht hinterher rennen. Also hat mich Beate auch verlassen.

Ihr merkt also im Moment schaut alles nicht so rosig aus…tut es ja eigentlich nie. Aber gerade sitze ich wieder tief in der Scheiße und sehe keinen Ausweg mehr.

Ich glaub ich hab jetzt genug geschrieben..das Spannungsgefühl ist auch etwas besser geworden. Ich werde wohl doch nicht platzen…schade eigentlich!

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Selbstverletzung

Ich bin unter Wasser. Schwebe über mir und schaue mir selbst zu. Kann nicht mehr atmen und drohe zu ertrinken. Bin zu tief gesunken, als das mir noch jemand helfen könnte.

Ich setze die Klinge an. Drücke zu und ziehe. Blitzschnell treibe ich nach oben, die Wasseroberfläche rast auch mich zu.

Ich strecke den Kopf aus dem Wasser, hole tief Luft und höre auf zu weinen. Der psychische Schmerz ist vorbei. Ich ertrinke nicht, ich bin lebendig. Die ganze Last ist weg. Tausend Steine fallen von meinem Herzen.

Das Blut bildet große Flüsse auf meiner Haut und fliest herunter. Es tropft auf die Fliesen. Umso mehr Blut kommt, umso lebendiger bin ich.

Ja, ich bin am Leben!

Wenn ein Tief kommt dann aber richtig…

Was ist denn nun schon wieder los?!? Was soll das?!?

Es war alles so gut und jetzt geht schon wieder alles den Bach runter…

Meine Stimmung ist am Tiefpunkt angelangt aber ich bin im Moment nicht in der Verfassung hier viel zu schreiben.

Ich berichte euch alles wenn ich wieder etwas stabiler bin.

Hammer Moment! *-*

Yeah Leute ihr werdet es nicht glauben! Ich hatte meinen ersten großen Auftritt 🙂 Ja es sind tatsächlich Menschen gekommen um mich singen und rappen zu hören…der Gedanke ist so krass! Und das Gefühl war einfach hammer…ich habe mich schon lang nicht mehr so frei gefühlt. Ich könnte jetzt stundenlang davon schwärmen…aber ich will euch ja nicht langweilen. 😉

…und sonst geht es im Moment eigentlich ganz okay. Mit meinem Freund läuft es soweit ganz in Ordnung. Und ab Freitag fange ich meine neue Arbeit an…bin schon sehr gespannt.

Einfach scheiße…

Kennt ihr das, wenn es euch einfach scheiße geht?!? Ohne ersichtlichen Grund?!? So geht es mir im moment…

Eigentlich läuft alles ganz okay. Ich hab meine Prüfungen bestanden, habe eine neue Arbeitsstelle ab September und mit meinem Freund läuft es ganz okay. Aber irgendwie ist da irgendwas in mir was nicht stimmt.

Die zwei Stimmen in meinem Kopf reden mir gerade nur Mist ein. Sie reden mir ein das ich der letzte Dreck bin. Sie reden mir ein das ich nichts wert bin. Sie reden mir ein das ich ein glückliches Leben nicht verdient habe und ich mich lieber umbringen sollte.

Das Wochenende war sehr schlimm. Ich habe mich Samstag nachmittag ins Bett gelegt und bin bis Montag früh nicht mehr aufgestanden, außer um aufs Klo zu gehen und selbst das war ein riesen Kraftakt. Montag früh als ich aufgestanden bin hätte ich dann fast großen Mist gebaut. Ich habe eine große Menge Tabletten aus dem Blister rausgedrückt und in meinen Zahnputzbecher gesammelt. Ich wollte sie nehmen, aber in dem Moment hat mein Hirn geschaltet, ich habe mein Handy genommen und mir Hilfe gesucht. Das war wirklich ein riesen Schritt für mich…

Wirklich besser geht es mir immer noch nicht. Aber ich weiß auch nicht was ich machen soll damit es besser wird. Am besten einfach abwarten…hoffentlich wird es von selbst wieder besser.

Daumen drücken bitte!

Lange Auszeit!

Sooo… jetzt hab ich mich echt schon ziemlich lange nicht mehr zu Wort gemeldet. Es war in letzter Zeit so viel los und meisten hat mir die Kraft zum schreiben gefehlt. Aber jetzt bin ich wieder voll da. 🙂

Hmm…was ist alles passiert?!?!

Also erstens hab ich meine Abschlussprüfungen bestanden und bin jetzt somit offiziell „staatlich anerkannte, examinierte Fachkraft für Altenpflege“, oh Gott schon allein das auszusprechen ist komisch, dann bin ich doch lieber einfach Altenpflegerin.

Zweitens: Ich habe eine neue Arbeitsstelle gefunden. Bis 31.8 läuft noch mein Azubi Vertrag, aber meine Chefin möchte mich danach nicht übernehmen. Grund: „Die Krankheit hätte mich emotional verändert“. Ach ja, genau, als würde dieser Scheiß nicht jeden etwas verändern. Ich kann schließlich auch nichts dafür, hab mir ja den ganzen Mist nicht ausgesucht und versuche nun das beste daraus zu machen. Auf jeden Fall habe ich jetzt für den 1.9 eine neue Arbeitsstelle, mit speziellen Klientel, was sicher sehr interessant wird.

Drittens: Bin ich wieder mit meinen Ex- Freund zusammen und ich versuche auch da das bester daraus zu machen. Ich weiß nicht ob das auf Dauer gut geht aber ich geb mein Bestes. Ich hab panische Angst davor das er mich verlassen könnte weil er plötzlich merkt das ich nicht die richtige für ihn bin oder ich ihn auf einmal zu viel werde. Gleichzeitig ist es mir oft alles zu viel und alles zu eng…oft fühle ich mich erdrückt oder eingesperrt. Ich weiß das er das nicht bewusst macht…und ich weiß auch nicht wie er es besser machen könnte. Aber wenn er zum Beispiel sagt das er mich liebt…kann ich es einfach nicht antworten. Aus Angst zu viel Gefühle zu zulassen und dann verletzt zu werden. Alles kompliziert…

Hmm…ich glaube das war erst mal das wichtigste.

Ich lass jetzt wieder öfter was von mir hören! 🙂

Wenn die Kraft fehlt…

Ich bin schwach…ich dachte immer das stimmt nicht, weil ich bisher durchgehalten habe…aber jetzt weiß ich es sicher, ich bin schwach! Im Moment fehlt mir die Kraft um irgendwie weiter zu machen. Ich frag mich wie es weiter gehen soll, aber ich finde keine Antwort darauf.

Jeder Tag erscheint mir so sinnlos…ich versuche mich abzulenken, aber es klappt nicht wirklich. Ich ende jeden Tag im Bad und fülle die Badewanne mit Blut. So kann es doch nicht weiter gehen. Aber ich weiß nicht was ich noch tun soll. Und ich finde auch keine Kraft um weiter nach einer Lösung zu suchen. Mir fällt nur noch ein Ausweg ein…der letzte Ausweg.

„Ein Schmerz der befreit,
Wunden die die Seele heilen,
doch nur für einen Augenblick,
bevor die Seelen-Qual wieder in mir tickt.

Nicht mehr als ein paar Minuten…

Und doch so wertvoll und kostbar,
so dass all die schweren Stunden
scheinen als seien sie nicht wahr.

Was bleibt nachdem das Blut geflossen?
Ein blasses Bild von Freunde und Hoffnung,
doch bald schon führt das was ich genossen,
mehr als zuvor in Selbsthass und Verzweiflung.
Keine Last, kein Schmerz, keine Qualen,
hat meine Hand erst die Klinge geführt,
kann ich Freiheit erahnen.
Lang hab ich es ertragen,
schon lang fühl ich “Ich kann nicht mehr“,
doch wollt ich es nicht wagen.
Ja, ich will nachgeben,
von Angst übermannt, denn so will ich nicht Leben!“

 

Wie wird diese Geschichte wohl für mich Enden?